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Bausachverständigenbüro

Dipl.-Ing. Arch. Rüdiger Beer

Oranienstraße 22

10999 Berlin

 

Tel.: 030-20989265

Fax: 030-39208628

beer@bauschaden-analyse.de

 

Zertifizierter Bausachverständiger durch IQ-Zert

Aktuelles:

Im Dezember 2017 wurde der neue Schimmelleitfaden des Umweltbundesamtes (UBA) veröffentlicht.

 

Der Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden

ist kostenfrei als Download oder als gedruckte Broschüre erhältlich.

 

Link zum UBA

Bauschaden-Sammlung 2013

Brandriegel Fassade, WDVS:

 

Der Brandriegel wird im Bereich der Treppenhausfenster unterbrochen.

Bei Einbau eines Brandriegels aus Mineralwolle muss dieser vollständig, horizontal umlaufend in jedem zweiten Geschoss ausgeführt werden.

 

Sind die Fenster in der Höhe versetzt angeordnet, ist bei einer erforderlichen Abtreppung gemäß der technischen Systeminfo No. 6 des Fachverbands Wärmedämmverbundsysteme e.V., zu beachten, dass der maximale Abstand über Sturz nicht mehr als 50 cm beträgt. Die Höhe des Versprungs ist auf höchstens 100 cm zu begrenzen.

 

Schäden an einem Schwimmbad:

 

Bei einem Schwimmbad in Nordrhein-Westfalen wurden in verschiedenen Bereichen des Beckenumgangs Feuchteschäden an dem knapp 5 Jahre alten Gebäude festgestellt.

 

Die Beckenkonstruktion wurde unter Missachtung wesentlicher schwimmbadtypischer Konstruktionsmerkmale geplant. Das Schwimmbecken wurde nicht konstruktiv von der Gebäudekonstruktion getrennt, so dass aufgrund von nachträglichen Verformungen an der Tragkonstruktion mit Schäden an der  aufgebrachten Verbundabdichtung zu rechnen ist. Als weiteres Highlight wurde das finnische Rinnensystem von Stützen unterbrochen, die bündig zum Beckenrand angeordnet wurden und über die Rinne bis zum Beckenumgang reichen.

 

Eine kapillarbrechende Schicht war nicht vorhanden, die zwischen den Stützen angebracht, aber ohnehin nicht funktionstüchtig gewesen wäre.

Da beim Bauen bemerkt wurde, dass irgendwas nicht stimmt, wurde kurzer Hand noch nachträglich eine unbewehrte Betonaufkantung hinter die Rinne anbetoniert... .

Schäden an einer Terrasse:

 

In einem Einfamilienhaus im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Im waren im Decken- und Sturzbereich unterhalb der Terrasse Feuchteschäden festzustellen. Eine Abdichtung der gemauerten, horizontalen Brüstungsebene war nicht vorhanden. Geländerbefestigungen auf der Brüstung, sollten aufgrund der Schadensanfälligkeit, wenn möglich, vermieden werden.

 

Bei der Begutachtung wurde festgestellt, dass die Terrassenplattenbeläge im Calciumsulfatmörtel verlegt wurden. Die Granitplatten hatten sich stellenweise abgelöst. Durch Feuchteinwirkungen war das Mörtelgefüge zerstört bzw. das wasserlösliche Bindemittel herausgewaschen, so dass der Mörtel eine sandige Beschaffenheit aufwies.

Schäden an einem Flachdach:

 

Feuchte- und Schimmelpilzschaden aufgrund von Dachundichtigkeiten (veraltete Kunstoffbahnen) in einer Industriehalle. Die innenliegenden Entwässerungsrohre waren noch aus Asbest. Es wurden Sporen der Gattung Acremonium spp., Aspergillus spp. und Cladesporium spp. festgestellt. Die Pilzgattung Cladosporium kommt häufig auch in erhöhten Konzentrationen an der Außenluft vor. Pilze der Gattung Acremonium und Aspergillus treten häufig bei Wasserschäden auf (Indikatororganismus).

 

Echter Hausschwamm:

 

Üblicherweise versteckt, hier mitten im Weg. Stattlicher Hausschwamm im Kellerflur vor Holzverschlag!

Schäden an einem Balkon, Flachdach:

 

Feuchteschäden am Balkon aufgrund unterlassener Instandsetzung der Dachabdichtung.

Tauwasser an einer Glasfassade:

 

Tauwasserbildung an der Glasfassade eines Mehrfamilienhauses im Berliner Bezirk Mitte.
 
Im Randbereich von Verglasungen treten konstruktionsbedingt Wärmebrücken auf, so dass diese bei kaltem Außenklima prinzipiell tauwassergefährdet sind.

Die Ursache der Tauwasserbildung war auf eine deutlich erhöhte Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen zurückzuführen.

Prinzipiell müssen Wohnräume mieterseits ausreichend belüftet werden, in diesem Fall wurde aufgrund eines Defekts an der mechanischen Lüftung des innenliegenden Bad/WC zusätzlich feuchte Luft in den betroffenen Wohnraum transportiert.

Schimmelbefall in einem Neubau (Bj. 2009):

 

In einem Mehrfamilienhaus im Bezirk Prenlauer Berg trat in der Abstellkammer an der Treppenhauswand der selbstgenutzten Eigentumswohnung Schimmelbefall hinter einem Schrank auf. Bei Aufbau eines Schrankes muss berücksichtigt werden, dass in den Bereichen hinter dem Schrank nur ein eingeschränkter Strahlungsaustausch und eine unzureichende Luftzirkulation stattfinden kann und somit die Oberflächentemperatur der Wand deutlich niedriger ist als an der ungestörten Wand.


Berechnungen ergaben, dass bei einer Treppenhaustemperatur von 10°C und einer Raumlufttemperatur von 20°C an der 25 cm starken Stahlbetonwand die Oberflächentemperaturen hinter dem Einbauschrank nur ca. 12,5° C betragen.

Auch unter „Normklima“ (20°C und 50% Luftfeuchtigkeit) muss in diesem Fall mit Schimmelbefall gerechnet werden.

Bestandsaufnahme bei einer Remise:

 

Bei der Bestandsaufnahme vor Modernisierung bzw. Umnutzung zu einem Wohngebäude wurde festgestellt, dass der Balkenkopf durch Feuchtigkeit stark beschädigt war. Bei der Prüfung der Festigkeit des Balkens konnte der Schraubenzieher vollständig im Holz versenkt werden.

 

Auf dem horizontalen Schmuckverband konnte Niederschlagswasser in die Mauerwerksfassade eindringen. Der Verband befand sich in etwa der Höhe der Deckenbalken. Zudem werden die Anforderungen an den Schlagregenschutz von dem 25 cm dicken Sichtmauerwerk in der Regel nicht erfüllt. Bei Einbau einer Innendämmung ist eine Eignung im Einzelfall durch eine hygrothermische Simulation nachzuweisen.